Vegane Dessert Rezepte – eine Suche, die quasi alle Jahre wieder Thema ist, genauso wie die Frage nach dem passenden Weihnachtsgeschenk … Hier findest du Hilfe, zumindest was das vegane Dessert für Weihnachten betrifft. Ein optischer Blickfang, super lecker und ziemlich unkompliziert in der Zubereitung. Genau diese Kriterien erfüllt die vegane Dessertvariation und wird deine Gäste glücklich machen – ganz unabhängig von ihrer Ernährungsweise. Versprochen!

Dieses vegane Dessert Rezept erwartet dich: eine Variation aus Apfel-Spekulatius Kuchen auf Pflaumen-Amaretto Sauce, Lebkuchen-Mousse au Chocolat mit Kakaonibs dazu Mandel-Maroni. Als weihnachtliche Dessertvariation sind die Rezepte bereits mehrfach Dinnerabend-erprobt und auch wenn im Bauch der Gäste nach Vor- und Hauptgang nicht mehr allzu viel Platz war, niemand hat auch nur einen Krümel auf dem Dessertteller zurückgelassen. Spricht für sich, oder?

Vielleicht geht es dir auch so, dass das Dessert DEIN persönliches Highlight eines jeden Menüs ist und nichts ohne den süßen Abschluss geht. Ich kann diese Frage für mich defintiv mit JA beantworten und stecke deswegen auch gern besonders viel Zeit und Liebe hinein.

Mit den angegeben Mengen bekommst du 8 PORTIONEN der veganen Dessertvariation heraus. Von der Lebkuchen-Mousse au Chocolat und dem Apfel-Spekulatius Kuchen wird noch etwas übrig bleiben, sodass du dich auch noch am nächsten Tag darüber freuen kannst oder direkt mit etwas Kuchen ausgestattet bist, wenn an den Feiertagen spontan Besuch an der Tür klingelt.


VEGANES DESSERT REZEPT NR. 1: Apfel-Spekulatius Kuchen

ZUTATEN

Teig:

  • 100 g pflanzliche kalte Margarine (z. B. Alsan oder Naturli Streichfett)
  • 100 g Zucker (ich verwende gern Rohrohrzucker)
  • 250 g Mehl (Dinkel Type 630 oder Weizenmehl Type 550)
  • 1 Prise Salz

 

Füllung:

  • 2 mittelgroße Äpfel (ca. 150 g)
  • 3 EL Zitronensaft
  • 2 EL Zitronenabrieb
  • 400 ml aufschlagbare pflanzliche Sahne (z. B. „Cresoy“ von Natumi oder Schlagfix ungesüßt)
  • 500 g Sojajoghurt natur, ungesüßt (z. B. von Rewe Bio oder Alpro)
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Msp. gemahlene Vanille (alternativ gemahlene Tonkabohne)
  • 80 g Zucker (Rohrohrzucker oder heller Rübenzucker)
  • 2 Päckchen Vanillepuddingpulver (ca. 70 g)
  • 1 TL AgarAgar
  • 70 g Gewürzspekulatius in kleine Stücke zerbröselt (z. B. von Borggreve oder Veganz)

+  runde Ausstechform mit ca. 5 cm Durchmesser (in dieser Art), du kannst aber auch rechteckige Kuchenstücke mit dem Messer herausschneiden


ZUBEREITUNG

Vorbereitung ca. 15 Minuten, Backzeit 50 Minuten bei 180 Grad Umluft.

Schritt 1 – Teig:  Margarine (kalt), Zucker und Mehl mit den Händen zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Den Teig in eine eingefettete Form geben und den Rand ca. 3 cm hoch andrücken, die übrigen Teigkrümel gleichmäßig auf dem Boden verteilen und leicht andrücken.

Schritt 2 – Füllung: Die Äpfel in dünne Scheiben schneiden und zunächst zur Seite stellen. Die pflanzliche Sahne mit dem Handrührgerät (hier ist Geduld gefragt) oder der Küchenmaschine steif schlagen – dauert ca. 8 – 10 Minuten.

Nachdem dieser Schritt abgeschlossen ist, stellst du die Form zum Vorbacken des Teiges in den Ofen, bis die Füllung fertig ist.

Sojajoghurt, Zucker, Puddingpulver, Vanille und AgarAgar zu einer glatten Masse aufschlagen. Die Sahne nach und nach vorsichtig unterheben, um mehr Luftigkeit in die Creme zu bringen. Nun die Form mit dem Teig aus dem Ofen nehmen, die Hälfte der Creme darauf geben und mit den Apfelscheiben belegen, anschließend die übrige Creme darüber verteilen.

Bei 180 Grad Umluft bleibt der Kuchen für insgesamt 50 Minuten im Ofen. Nach 35 Minuten Backzeit werden die Spekulatiusstücke auf der Kuchenoberfläche verteilt und leicht eingedrückt – arbeite zügig, damit der Kuchen rasch wieder zurück in den Ofen kommt, um dort weitere 15 Minuten zu backen. Lass den Kuchen nach Ende der Backzeit ca. 10 Minuten bei geschlossener Tür im Ofen, sodass er nachruhen kann. Anschließen nimmst du den Kuchen aus dem Ofen und lässt ihn vollständig auskühlen (mind. 5 Stunden, am besten aber über Nacht, sodass sich die Füllung festigen kann).

Für das Dessert benötigst du nur einen Teil des Kuchens, aber es würde wenig Sinn ergeben, die Menge soweit runter zu reduzieren. Dafür schmeckt der Kuchen viel zu gut und hält sich kühl gelagert auch locker über drei bis vier Tage – aber vermutlich wird er schon vorher alle sein 😉.


VEGANES DESSERT REZEPT NR. 2: LEBKUCHEN-MOUSSE AU CHOCOLAT

ZUTATEN

  • 1 Packung Seidentofu – 400 g (z. B. von Taifun oder aus dem Asialaden
  • 200 g Zartbitter-Schokolade mit 60 % Kakaoanteil
  • 2 EL Zucker (kann auch weggelassen werden, wenn du es weniger süß magst)
  • 1 EL Kakaopulver
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Msp. gemahlene Vanille (alternativ gemahlene Tonkabohne)
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 1 Prise Salz

+ 3 EL Kakaonibs zur Deko


ZUBEREITUNG

Dauer ca. 8 Minunten.

Die Schokolade grob zerkleinern und über dem Wasserbad langsam schmelzen, dabei immer wieder umrühren. Die übrigen Zutaten in einen Mixer geben und mit der geschmolzenen Schokolade zu einer gleichmäßigen Masse mixen. Die Lebkuchen-Mousse au Chocolat eine Dose füllen und im Kühlschrank fest werden lassen – wie beim Kuchen, auch hier am besten über Nacht.

Ein kleiner Tipp für Naschkatzen: aus den im Mixer verblieben Mousse-Resten kannst du dir einen leckeren Kakao zubereiten, indem du eine Tasse Pflanzenmilch in den Mixer gibst und ihn damit „ausspülst“ 😉.

Als veganes Nachtisch für Partys eignet sich die Mousse au Chocolat auch einzeln wunderbar. Lasse dazu einfach das Lebkuchengewürz weg und hast ein veganes Dessert, das super einfach und lecker ist.


VEGANES DESSERT REZEPT NR. 3: MANDEL-MARONI

ZUTATEN

  • 80 g ganze Mandeln
  • 150 g Maronen (gekocht & vakuumiert z. B. von Rewe bio)
  • 3 EL Ahornsirup
  • 1 Msp. Salz

ZUBEREITUNG

Dauer ca. 8 Minunten.

Mandeln und Maronen mit dem Messer grob zerhacken und in einer heißen Pfanne für ca. 3 Minuten anrösten bis die Mandeln leicht angebräunt sind, dabei immer wieder umrühren. Ahornsirup und Salz darüber geben, gut verteilen. Die Hitze abstellen und die Mandel-Maroni mit der Restwärme unter Rühren karamellisieren lassen, anschließend vollständig auskühlen lassen. Es ist ideal, wenn du die Mandel-Maroni frisch zubereitest und nicht allzu lange bevor das Dessert serviert wird, da die Mandeln sonst an Knackigkeit verlieren.


VEGANES DESSERT REZEPT NR. 4: Pflaumensauce mit Amaretto

ZUTATEN / ZUBEREITUNG

Leider war die Pflaumensauce, die ich für das Dessert zu den Advents-Dinnerabenden zubereitet habe, eine „Eintagsfliege“ – mir sind meine Aufzeichnung mit den konkreten Mengenangaben verloren gegangen…

Dieses Rezept: https://www.chefkoch.de/rezepte/1208081226567823/Pflaumenmarmelade-mit-Rotwein-und-Zimt.html geht allerdings stark in die Richtung meiner Pflaumensauce. Du kannst es dir aber auch einfach machen und gekaufte Pflaumenkonfitüre verwenden (z. B. von Allos bio oder Bonne Maman).

Pro Dessertteller benötigst du ca. 2 Esslöffel davon. Damit aus der tendenziell eher festen Pflaumenkonfitüre eine Sauce wird, gib etwas Wasser oder Apfelsaft sowie optional Amaretto dazu. Verrühre alles, bis eine dickflüssige Konsistenz erreicht ist, die noch gut auf dem Teller haftet und nicht sofort verläuft.


VEGANES Dessert – PLATING

Du hast Apfel-Spekulatius Kuchen gebacken, Lebkuchen-Mousse au Chocolat gemixt, Mandel-Maroni geröstet und dich um die Pflaumensauce gekümmert – nun geht es darum, die einzelnen Komponenten auf den Teller zu bringen, das Plating.

Für ein tolles optisches Ergebnis auf dem Teller kannst du wie folgt vorgehen:

  1. Gib zwei Esslöffel der Pflaumensauce auf die Mitte des Tellers und ziehe mit dem Löffelstiel eine leicht gebogene Linie in Richtung Tellerrand.
  2. Steche aus der Lebkuchen-Mousse au Chocolat mit zwei großen Löffel eine Nocke ab (in diesem Video wird die Technik super erklärt) und platziere sie auf der Pflaumensauce in der Tellermitte. Auf die Nocke streust du nun noch ein paar Kakaonibs.
  3. Nun nimmst du dein Ausstechförmchen und stichst damit ein Stück aus dem Apfel-Spekulatiuskuchen aus. Solltest du kein Förmchen zur Hand haben, kannst du alternativ ein quadratisches 5 x 5cm Stück mit dem Messer herausschneiden. Setze das Küchlein in Richtung der Saucenlinie an die Mousse-Nocke heran.
  4. Dekoriere den Teller abschließend mit den Mandel-Maroni und wenn du möchtest, kannst du zusätzlich ein Kakao-Motiv als besonderen Blickfang ergänzen. Setze dazu ein kleines Ausstechförmchen (z. B. Herz oder Elch) als Schablone auf die Tellerfläche. Dann gibst du ein wenig Kakao in ein feines Sieb und bestäubst sanft die Fläche über und um deine Schablone herum. Nimmst du das Ausstechförmchen weg, bleibt ein schönes Muster auf den Tellern zurück.

 

 

Ich freue mich auf dein Feedback zu dieser leckeren veganen Dessert-Variation und bin gespannt, ob du sie in dein Weihnachtsmenü integrierst. Viel Freude bei der Zubereitung!